Erasmus+ Gruppenmobilität nach Košice

Am 19.06. begann für uns die Reise nach Košice bereits in den frühen Morgenstunden. Schon um 06:30 Uhr trafen wir (sieben SuS aus den 10. Klassen und acht SuS aus dem Jahrgang 11 sowie Herr Björkman und Frau Dziudzia) uns am Flughafen, um gemeinsam die Fahrt zu unserem Austauschziel anzutreten. Nach einer kurzen Stärkung starteten wir mit einem Flug nach Wien. In der österreichischen Hauptstadt hatten wir einen etwa dreistündigen Aufenthalt, den wir nutzten, um Schnitzel und Mozartkugeln zu genießen, um anschließend mit vollem Magen mit dem Bus weiter in Richtung Slowakei zu fahren. Die rund siebenstündige Fahrt führte uns durch abwechslungsreiche Landschaften und bot Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und die Vorfreude, aber auch Aufregung auf die kommenden Tage zu teilen. Während eines Zwischenstopps in Budapest konnten wir uns kurz die Beine vertreten, bevor wir unsere Reise fortsetzten. Am Abend erreichten wir schließlich Košice, wo unsere Gastfamilien bereits auf uns warteten. Nach der herzlichen Begrüßung gingen wir mit unseren Gastgeberinnen und Gastgebern nach Hause. Den restlichen Abend nutzten wir, um uns gegenseitig kennenzulernen, erste Eindrücke vom Alltag in der Slowakei zu gewinnen und die Umgebung zu erkunden.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der gemeinsamen Zeit mit unseren Gastfamilien und des Kennenlernens der Region. Gemeinsam unternahmen wir unterschiedliche Aktivitäten und erhielten so einen authentischen Einblick in das Leben und die Sehenswürdigkeiten in der Ostslowakei. Viele von uns besichtigten historische Monumente der Region, andere verbrachten den Tag beim Schwimmen oder erkundeten gemeinsam mit ihren Gastfamilien verschiedene Orte in der Umgebung. Durch die unterschiedlichen Ausflüge konnten wir die Vielfalt der Ostslowakei kennenlernen und gleichzeitig die Beziehungen zu unseren Gastfamilien weiter vertiefen. Dabei entstanden viele interessante Gespräche und schon erste neue Freundschaften. Am Abend trafen wir uns wieder als größere Gruppe in Košice. Gemeinsam nutzten wir die Gelegenheit, die historische Altstadt zu erkunden. Bei einem Spaziergang durch die Straßen und Plätze konnten wir die besondere Atmosphäre der Stadt erleben und weitere Eindrücke von ihrer Geschichte und Kultur sammeln. Der gemeinsame Ausklang des Tages bot außerdem die Möglichkeit, sich über die neuen Erfahrungen aber auch über alle möglichen anderen Themen auszutauschen.

Am Montag stand für uns ein ganz besonderer Schultag auf dem Programm. Um 08:00 Uhr trafen wir uns im Gymnázium Opatovská cesta 7, wo wir zunächst mit einigen Kennenlernspielen in den Tag starteten. Diese halfen dabei, die Gruppe weiter zusammenzuführen und die Schülerinnen und Schüler beider Länder noch besser miteinander bekannt zu machen. Anschließend wurde gemeinsam Pizza gebacken. Dabei arbeiteten wir in gemischten Gruppen zusammen und hatten die Gelegenheit, uns in entspannter Atmosphäre auszutauschen. Nachdem die selbst zubereitete Pizza verzehrt war, begann der inhaltliche Teil des Tages.

Im Mittelpunkt stand eine Debatte in englischer Sprache zur Frage: „Sollten politische Parteien auf sozialen Medien verboten werden?“ Nach einer kurzen Einführung und einem ersten Austausch im Plenum teilten wir uns in Pro- und Contra-Gruppen auf. Dort recherchierten wir intensiv, sammelten Argumente und diskutierten unterschiedliche Perspektiven. Besonders interessant war dabei der Austausch über die Erfahrungen und Sichtweisen in Deutschland und der Slowakei. Anschließend folgte der Höhepunkt des Programms: Vier Schülerinnen und Schüler stellten sich der Debatte und vertraten die zuvor erarbeiteten Positionen. Die Diskussion verlief engagiert und teilweise sehr lebhaft, blieb dabei jedoch stets sachlich und respektvoll. Nach einer anschließenden Fragerunde konnten auch die übrigen Teilnehmenden ihre Gedanken und Meinungen einbringen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen hatten wir Gelegenheit, das Stadtzentrum von Košice zu besuchen. Bei einer Führung durch die Synagoge konnten wir unser historisches Wissen vertiefen und erfuhren einiges über die traurigen Schicksale der Gemeindemitglieder. Anschließend konnten wir Souvenirs und Andenken erwerben sowie die Atmosphäre der Stadt genießen. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Bowlingspiel, mit dem wir fröhlich den Tag beschließen durften.

Nach den ersten Tagen in der Stadt bot der Dienstag eine willkommene Abwechslung: Gemeinsam machten wir uns mit dem Bus auf den Weg in die Hohe Tatra, um die beeindruckende Natur der Region zu erkunden. Um 08:30 Uhr starteten wir unsere Fahrt und erreichten nach etwa zwei Stunden unser Ziel. Dort begann unsere Wanderung durch die wunderschöne Berglandschaft. Zunächst führte uns der Weg zu einer Berghütte, die wir nach einem abwechslungsreichen Aufstieg erreichten. Unterwegs konnten wir die frische Bergluft genießen und zahlreiche schöne Ausblicke auf die umliegenden Gipfel und Wälder erleben. Nach einer kurzen Pause an der Hütte wanderten wir weiter zu einem nahegelegenen Wasserfall, an dem wir eine Rast einlegten und die Gelegenheit hatten, die beeindruckende Natur auf uns wirken zu lassen. Im Anschluss traten wir den Abstieg an. Nach der Wanderung konnten wir uns in traditionellen Wirtshäusern stärken und einige regionale Spezialitäten probieren. Dabei blieb auch Zeit, sich über die Erlebnisse des Tages auszutauschen und die gemeinsame Zeit zu genießen. Am Nachmittag kehrten wir zurück und verbrachten den Rest des Tages mit unseren Gastfamilien. Dort konnten wir weitere Einblicke in den Alltag und die Kultur unseres Gastlandes gewinnen.

Unseren letzten vollen Tag nutzten wir noch einmal für ein abwechslungsreiches Programm. Am Vormittag besuchten wir die beeindruckenden Höhlen von Domica nahe der ungarischen Grenze. Bei der Führung durch das weitläufige Höhlensystem konnten wir faszinierende Tropfsteinformationen und unterirdische Landschaften entdecken. Dabei erfuhren wir auch viel über die Entstehung und die Besonderheiten dieser einzigartigen Naturstätte. Anschließend ging es weiter nach Betliar, wo wir das Schloss und das dazugehörige Dorf besichtigten. Während der Führung durch das Schloss erhielten wir interessante Einblicke in die Geschichte der Adelsfamilie Andrassy, die das Anwesen über viele Jahre prägte. Nach einer kurzen Auszeit im Parkcafé machten wir uns auf den Rückweg nach Košice. Trotz eines ereignisreichen Tages war die Stimmung im Bus bestens – begleitet von Musik und vielen Gesprächen ließen wir die gemeinsamen Erlebnisse noch einmal Revue passieren. Um 17 Uhr stand mit dem Go-Kart-Fahren ein weiteres Highlight auf dem Programm. Dabei konnten wir uns noch einmal sportlich betätigen und gemeinsam viel Spaß haben. Anschließend verbrachten wir den letzten Abend mit unseren Gastfamilien und ließen unseren Aufenthalt in gemütlicher Atmosphäre ausklingen. So ging ein erlebnisreicher Tag und zugleich eine unvergessliche Woche langsam zu Ende.

Laura Harms und Benedikt Bohnet

(Dz)